Im Seminar „ankommen“ - auf dem Weg EIN Team zu werden - Studienseminar 2017/2019 im Kloster Ensdorf am 14.09.2017

Der Einstieg in die zweijährige Arbeit im Seminar in den Fächern Pädagogik und Psychologie wurde dieses Mal an einen ganztägigen Seminartag geknüpft. Gemeinsam mit den Seminarrektorinnen Uta Lorenz und Simone Scherb verbrachten die sieben Referendarinnen gewinnbringende Stunden im altehrwürdigen Kloster Ensdorf, wobei der Nachmittag von der Erlebnispädagogin Stefanie Maurer geleitet wurde. Nach einem ersten informellen Austausch bei einem Stehkaffee stellten sich alle neun Teilnehmer in einer kurzen Runde mithilfe eines persönlichen Gegenstandes etwas ausführlicher vor.
Ein Anliegen eines Tages dieser Art ist die jungen Kolleginnen symbolisch abzuholen und ihnen das Ankommen im Seminar an unserer Lobkowitz-Realschule zu erleichtern. Durch das Vervollständigen verschiedener Satzanfänge wie z.B. „Über das Referendariat ist mir Folgendes zu Ohren gekommen…“ oder „Über die Seminarschule weiß ich…“ gelang es ins Gespräch zu kommen, den Blick zu weiten und einen gemeinsamen Ausgangspunkt herzustellen. Durch Zitate berühmter Persönlichkeiten aus dem Erziehungsalltag, wie beispielsweise von Friedrich Fröbel: „Erziehung ist Beispiel und Liebe, sonst nichts.“ wurden die Studienreferendarinnen aufgefordert sich darüber zu äußern, was einen guten Erzieher charakterisiert. Einen Überblick über die Themengebiete in den Fächern Pädagogik und Psychologie gaben die beiden Seminarrektorinnen, bevor der erste große Baustein „Lehrerrolle und Lehrerbild“ thematisiert wurde.
Nach einem gemeinsamen Mittagessen begann der zweite Teil: die Teambildungsmaßnahme. Zur Vertrauensbildung im Team und auch für die Arbeit mit Schülerinnen und Schülern wurden verschiedene Kooperations- und Vertrauensspiele durchgeführt. Unterschiedliche Übungen verlangten von allen Studienreferendarinnen und den beiden Seminarlehrerinnen symbolisch gemeinsam an einem Strang zu ziehen, sich zusammen einen sinnvollen Lösungsweg oder auch eine Strategie zu überlegen, um die von der Religionspädagogin Stefanie Maurer gestellten Aufgaben erfolgreich zu absolvieren. Als Höhepunkt sei hier exemplarisch die „Blindenführung - Reise ins gelobte Land“ genannt, bei der ein „stummer“ Guide eine Gruppe von „Blinden“ sicher und gemeinsam durch einen Alltagsparcours führt. Hierbei wurde deutlich, wie wichtig verbale und nonverbale Kommunikation, gegenseitiges Vertrauen und auch die Führungskompetenz innerhalb einer Gruppe sind. In der abschließenden Feedbackrunde am späten Nachmittag wurde deutlich, wie positiv und lohnend dieser gemeinsame Pädagogik-Psychologie-Seminartag für alle Teilnehmerinnen war.

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