Am 27.06.2022 wurde die Lobkowitz-Realschule Neustadt a. d.  Waldnaab zum zweiten Mal als Fairtrade School rezertifiziert.

„Nach Erfüllung aller Kriterien trägt die Schule den Titel Fairtrade-School für weitere zwei Jahre. Durch ihr fortwährendes Engagement für den fairen Handel seit bereits vier Jahren setzt die Schule ein Zeichen für eine gerechtere Welt und leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien in Afrika, Asien und Lateinamerika.“, so steht es auf der Urkunde, die Fairtrade Deutschland e. V. der Schule überreichte.

Um die Bedeutung von Fairtrade den Schülern erneut ins Gedächtnis zu rufen, organisierte die Schule ein umfassendes Programm zum Thema „Die Faire Milch“.

Gleich drei Referenten begeisterten mit ihren Vorträgen die gesamte 7. Jahrgangsstufe und zwei Willkommensklassen mit Schülern aus der Ukraine.

Hubert Meiler aus Störnstein und Gertraud Mois aus Denkenreuth schilderten die Lage der regionalen Bauern, luden die Schüler zu Exkursionen auf ihre Bauernhöfe ein, um sich aus ersten Hand informieren zu können und spannten den Bogen zu einem packenden Vortrag von Johannes Pfaller (BDM). Mit dem Thema „Milch reist nicht gern“ schilderte Herr Pfaller auf beeindruckende Weise in Bildern und Stationen eine Reise, die er selbst erlebt hatte. Er gab damit den Schülern die Möglichkeit wirtschaftliche Zusammenhänge zwischen Milchbauern in Deutschland und Milchbauern in Entwicklungsländern (hier: Burkina Faso – ein Land in Westafrika) kennen- und verstehen zu lernen.

Nach dem Vortrag präsentierten Schulleitung und Fairtrade AG die Titelerneuerungsurkunde.

Im Anschluss daran wurde die Ausstellung „Milch reist nicht gern“ in der Aula eröffnet. Dort hatten die Schüler Gelegenheit sich in persönlichen Gesprächen bei Herrn Pfaller und Frau Mois zu informieren. Es entstand ein reger Austausch. Bereits im Vorfeld hatte Werner Reinl, Vorstand Fair Food eG (Ellenbach) mit Schülern und Lehrkräften die Ausstellung aufgebaut und das Kuhmodel „Faironika“ angeliefert.

Mit einem Kunstprojekt „Die Faire Milchtüte“ verdeutlichten Schüler der Klasse 7b und 7c mit ihrer Kunstlehrerin Fr. Glöckl und Geographielehrerin Fr. Arnold was ein Bauer an einer Milchtüte verdient und welche weiteren Kosten drinstecken, bzw. wer auch mitverdient und zu welchem Anteil.

In der Pause gab es einen Fairen Milchshakeverkauf mit leckeren Shakes der Geschmacksrichtungen Erdbeere und Vanille für 1,50 €. Schüler der Klasse 7b mit ihren GE (Gesundheit und Ernährung) – Lehrerinnen Fr. Prockl und Fr. Weismeier hatten diese frisch unter dem Motto „saisonal – regional – fair“ zubereitet und sich ganz stark beim Pausenverkauf inklusiv Aufräumarbeiten engagiert.  Die Anlieferung der Fairen Milch erfolgte durch Fr. Christa Meiler vom Meiler-Hof.

Der Reingewinn kommt zu 100% einem Eine-Welt-Projekt zugute, das das Kloster St. Felix mit Pater Stanislaus in Uganda unterstützt.

Um die Plakatwerbung kümmerte sich in liebevoller Detailarbeit die Fairtrade AG.

Ein Fotoshooting mit Kuhmodel „Faironika“ soll nachhaltig für Diskussion um die Faire Milch sorgen. Dazu hatten Schüler der Schülerzeitung mit ihren Lehrerinnen Fr. Herath und Fr. Grollmisch Werbeslogans entwickelten um die „Faire Milch“ zu umwerben.

Last but not least führten „Profibäcker“ der 7e einen Fairen Donutverkauf durch. Die Zutaten dafür? – Natürlich „Fairtrade“!!    Das Rezept? – Verrät euch die 7e!

Die Gesamtkoordination lag bei Schulleiterin, Fr. Irene Sebald und Fr. Riedel (Leiterin der Fairtrade AG), die tatkräftig von Fr. Arnold unterstützt wurde.

Und was wären wir ohne unser Technikteam? Vielen herzlichen Dank an Fr. Reich, Hr. Widtmann und Hr. Preisinger, die uns kurzfristig absolut professionell mit Bild und Ton versorgten.

Die Mühen haben sich gelohnt: Wir bleiben weiterhin Fairtrade School. DANKE an alle Unterstützer dieses Projektes!