„Back to school“ nach der Corona-Pause – wie die Schülersprecher der Lobkowitz-Realschule Neustadt diese Tage sehen

Am Montag, 27.04.2020, betraten 99 Schülerinnen und Schüler der 10. Jahrgangsstufe nach einer sechswöchigen Coronapause zum ersten Mal wieder ihre Lobkowitz-Realschule. Zum Ende der ersten Schulwoche kamen die beiden Schülersprecher Emma Richter und Marcio-Fabrice Öcal mit der Schulleiterin Irene Sebald ins Gespräch und teilten ihr ihre persönlichen Eindrücke mit.
Emma: Ich gehe gern zur Schule und auf die Wiedereröffnung habe ich mich echt gefreut. Aber ich war auch sehr nervös, da diese Situation für uns alle unbekannt war und sich surreal anfühlte.
Marcio- Fabrice: Die Atmosphäre war wirklich sehr ungewohnt, so ruhig. Nur wir Zehntklässler auf acht verschiedene Unterrichtsräume im ganzen Schulhaus verteilt. Aber es war alles gut durchdacht.
Während der sechs Wochen daheim sind die Schüler nicht nur mit Unterrichtsmaterial versorgt worden, sondern auch mit freiwilligen Mitmachaktionen unter dem Motto “I stay at home for…!“. Emma hat beispielsweise während der ersten Kreativwoche ein wunderschönes Bild gezeichnet und damit vielen Mitschülern aus dem Herzen gesprochen.
Emma: Als alles geschlossen und abgesagt wurde, hatte ich Angst und war traurig wegen allem, was ich nun verpassen werde. Also habe ich beschlossen, optimistisch zu denken. Ein Konzert, mein Abschlussball oder meine Geburtstagsparty - das wird dieses Jahr alles schwierig. Aber es ist etwas, was ich nachholen kann. Und das wollte ich in meinem Bild ausdrücken. Deshalb auch der Spruch „I have a dream“, denn ich träume davon, dass wenn all das vorbei ist, ich meine Pläne verwirklichen kann.
Marcio-Fabrice: Meine Mama ist zusammen mit anderen Müttern, Omas und Lehrkräften dem Aufruf von Frau Reber gefolgt und hat bunte Mundschutzmasken für alle Zehntklässler und Lehrkräfte genäht. Das war echt eine tolle Teamleistung! Alle halfen zusammen, dass wir gesund durch diese Krise kommen. Echt cool! Natürlich war es für uns erst mal komisch, dass wir mit Masken zur Schule gehen müssen. Aber wir haben natürlich verstanden, dass diese Maßnahmen in unserem eigenen Interesse sind. Wir wollen ja die Abschlussprüfung erreichen und gut schaffen!
Emma: Es war anfangs ungewohnt und unangenehm, mit so viel Abstand und so wenig Mitschülern in einem Klassenzimmer zu sitzen. Aber wieder alle seine Klassenkameraden zu sehen, hat mich das vergessen lassen. Dazu hat man wieder etwas Normalität zurückbekommen.
Was wünschen sich die Zehntklässler im Hinblick auf ihren Schulabschluss?
Marcio-Fabrice: Wir brauchen jetzt von allen Seiten gute Unterstützung und Sicherheit und müssen natürlich auch den eigenen Beitrag dazu leisten. Aber wir wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können. „Wir sind ein starkes Team!“
Emma: Ich wünsche mir, dass unser Abschluss trotz den Umständen schön und feierlich wird und wir uns richtig von unserer Schule und unseren Lehrern verabschieden können. Momentan ist alles ungewohnt, die Gesamtsituation manchmal beunruhigend oder gar beängstigend. Aber zusammen, so hoffe ich, werden wir dieses Schuljahr meistern und unseren Abschluss auf unsere Art feiern, selbstverständlich mit einem 1,5m-Abstand!
Welche Botschaft möchten die beiden Schülersprecher an ihre Mitschüler aller Jahrgangsstufen, ob daheim oder in der Schule, richten?
Emma und Marcio-Fabrice: Bleibt dran und lasst euch nicht verunsichern! Wir durchstehen diese Zeit gemeinsam und sehen uns hoffentlich bald wieder. Bleibt gesund!

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